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Thema des Monats: Freizeit- und Tourismuswirtschaft
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01.07.2008 |
Kaum ein anderer Begriff, wie „Freizeit“ und die damit verbundene Freizeitgestaltung, rückt immer stärker in den Fokus der Gesellschaft. Freizeit, Erholung, Erlebnis oder Spaß gewinnen an Stellenwert und sind fast genauso wichtig wie Arbeit und Geldverdienen. Dabei nähern sich Arbeit und Freizeit qualitativ sowie quantitativ einander an. Die Freizeit erhält dabei auch eine gesundheitliche Dimension, die durch Sport, Wellness und Entspannung die Lebensqualität sichern soll. Damit wachsen die Anforderungen an die Vielfalt und Qualität von Freizeitangeboten, die sich aus dem prosperierenden Markt ergeben ? eine Chance gerade auch für Frauen sich eine eigene Existenz aufzubauen.
Die Freizeitwirtschaft gilt als die Zukunftsindustrie des 21. Jahrhunderts. Schon heute ist sie Deutschlands größter Arbeitgeber mit weit über 6 Millionen Beschäftigten. Der bedeutendste Bereich innerhalb der Freizeitwirtschaft stellt die Tourismusbranche dar. Laut den Prognosen der World Tourism Organisation (UNWTO) wird sich der Tourismus zum größten Wirtschaftszweig weltweit entwickeln und jeder neunte Arbeitsplatz vom Tourismus abhängen. Auch die Freizeitsektoren Sport, Unterhaltung, Kultur, Wellness oder Medien sind Zukunftsmärkte in die zwischen 10 – 20 % des Haushaltseinkommens der Bundesbürger fließt. Die EU-Tourismusminister erörtern regelmäßig im Rahmen von Fachkonferenzen die Chancen der Tourismusindustrie als Wachstumsmotor für die Wirtschaft. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie informiert in Newslettern und Pressemitteilungen über die aktuellen Entwicklungen dieses Marktes (siehe www.bmwi.de). Trotz der enormen Entwicklung hat sich der Wettbewerbs- und Kostendruck innerhalb der Freizeitwirtschaft verschärft. Es werden zunehmend Qualität, individuelle Angebote, Service und kundenorientierte Leistungen nachgefragt und nicht unbedingt Quantität. Gerade hier bietet sich ein vielfältiges Betätigungsfeld für Existenzgründerinnen, die eine spezielle und individuelle Dienstleistung anbieten oder eine Marktnische bedienen können. Insbesondere individuell abgestimmte, hochwertige Angebote, verbunden mit intensiver und persönlicher Betreuung, schaffen den gewünschten und erforderlichen Mehrwert für den Kunden. Hier ist Flexibilität, Individualität, Kreativität sowie Einfühlungsvermögen gefragt ? Attribute, die im Wesentlichen von Kleinunternehmen, Solo-Selbstständigen, Freiberuflern und vor allem von Frauen abgedeckt werden können. Sie verfügen häufig über eine fundierte Berufsausbildung oder akademischem Abschluss in Sozial-, Gesundheits-, Tourismus- oder anderen Freizeitberufen. Dies ist eine entscheidende Grundlage für eine nachhaltige Gründung in der Freizeitbranche, die von Gründerinnen noch zu wenig ausgeschöpft wird. Gerade kleine Unternehmen könnten sich hier profilieren mit Geschäftsideen, die sich nicht im Massenmarkt bewegen, sondern in vielversprechenden Randbereichen des Marktes.
Weiterführende Informationen sowie Portraits erfolgreicher Gründerinnen finden Sie in der
bga-Publikation Nr. 14: Gründung von Frauen im Wachstumsmarkt Freizeitwirtschaft
Literatur
Müller, Hansruedi: Freizeit und Tourismus. Eine Einführung in Theorie und Politik. Bern 1999.
Opaschowski, Horst: Einführung in die Freizeitwissenschaft. Opladen 1997.
Opaschowski, Horst: Freizeitwirtschaft. Die Leitökonomie der Zukunft. Hamburg 2006.
Links
www.bat.de - BAT-Freizeitforschungsinstitut Hamburg / Stiftung für Zukunftsfragen
www.deutschertourismusverband.de - Deutscher Tourismusverband e. V. (DTV)
www.deutschland-tourismus.de - Deutsche Zentrale für Tourismus e. V. (DTZ)
www.dehoga-bundesverband.de - Deutscher Hotel- und Gaststättenverband e. V. (DEHOGA)
www.wellnessverband.de - Deutscher Wellnessverband e. V.
www.vdf-fitnessverband.de - Bundesverband der Fitness- und Gesundheitsunternehmen
www.world-tourism.org - World Tourism Organisation (UNWTO)
www.existenzgruender.de – Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie Existenzgründerportal
www.freizeitforschung.at – Institut für Freizeit- und Tourismusforschung Wien
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Thema des Monats
September
Ingenieurinnen
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