| Gründungen aus der Wissenschaft haben hierzulande zwar nur einen Anteil von drei Prozent am Gesamtgründungsgeschehen, aber sie schaffen rund siebenmal mehr Arbeitsplätze als „herkömmliche“ Gründungen. Gründungen aus der Wissenschaft erfüllen darüber hinaus aber eine ganz wichtige Funktion im Wissens- und Technologietransfer. Denn sie dienen dazu, zahlreiche Ideen, die Jahr für Jahr an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen entwickelt werden, weiter auszuarbeiten und wirtschaftlich umzusetzen. Viele dieser Gründungen sind die Wachstumsträger von morgen, sie sind in Branchen unterwegs, die unsere zukünftigen Lebens- und Arbeitsweisen entscheidend prägen und haben das Potenzial, zu den Technologiekonzernen der Zukunft aufzusteigen. Zahlreiche im TecDax notierte Unternehmen gab es vor zehn Jahren noch gar nicht. Sie haben ihren Ursprung oftmals in einem wissenschaftlichen Forschungsergebnis.
Bezogen auf Branchen sind die meisten Gründungen in der Software- und Multimediasparte zu beobachten, gefolgt von dem gesamten Lifescience-Bereich, d.h. Biotechnologie, Medizintechnik usw. Darüber hinaus gibt es auch sehr innovative Gründungen in der Umwelttechnologie, im Energiesektor, insbesondere bei den erneuerbaren Energien, den Materialwissenschaften und der Nanotechnologie. Dazu zählen auch Gründungen in Branchen, in denen Deutschland der globale Leitmarkt ist, wie der Automobilbereich einschließlich Zulieferindustrie, die Kommunikationssparte, der gesamte Bereich der erneuerbaren Energien und natürlich der Maschinen- und Anlagebau mit seinen zahlreichen Nischenmärkten.
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