| In Deutschland gibt es - die Tendenz ist steigend - zahlreiche gut ausgebildete Frauen mit qualifizierter Berufserfahrung, Führungskompetenz und Eigenkapital. Sie denken bei einer Unternehmensgründung in erster Linie an eine Neugründung. Die Chancen, die die Übernahme eines bestehenden Unternehmens bietet, werden von dieser Zielgruppe oft nicht wahrgenommen, obwohl hoch qualifizierte Frauen mit innovativen Ideen dazu beitragen, Arbeitsplätze zu schaffen. Während inzwischen jede dritte Existenzgründung in Deutschland von einer Frau stammt, wird nur etwa jedes 10. Unternehmen von einer Frau übernommen. Auch wenn die Nachfolgeregelung innerhalb der Familie getroffen wird, werden die Frauen bzw. Töchter nachweisbar als weniger geeignet betrachtet, selbst wenn sie die besseren Qualifikationen aufweisen. Da Frauen als Unternehmensübernehmerinnen eine immer noch zu geringe Rolle spielen und zur Unternehmensnachfolge durch Frauen kaum gesicherte Daten vorliegen, besteht nach wie vor ein großer Forschungs- und Austauschbedarf.
Aus diesem Grund veranstaltete die bundesweite gründerinnenagentur am 7. Oktober 2005 ein Expertinnen-/Experten-Hearing:
‚Unternehmensnachfolge durch Frauen: Potenziale – Realitäten – Perspektiven’ im Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit in Berlin.
Ziel dieses Hearings war es, im Dialog mit Expertinnen und Experten des unternehmerischen Generationswechsel, die Chancen, die aktuelle Beratungssituation und die Perspektiven im Bereich Unternehmensnachfolge durch Frauen zu erörtern und eine gemeinsame Handlungsplattform für das Nachfolgegeschehen von Frauen in Deutschland zu entwickeln.
Das Programm zum Hearing finden Sie hier.
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